Forstbetrieb & Brennholzhandel Roy Dörnfeld

Als gelernter Baggerfahrer war ich vor ein paar Jahren noch im Straßen und Wegebau tätig. Nebenbei machte ich mit meinem Traktor und einer Seilwinde Brennholz.

Mein Leben änderte sich im Juni 2007.Kyrill war durchs Land gezogen und hatte auch in Thüringen beträchtliche Schäden angerichtet. Da auch in den privatwäldern viel schaden entstand habe ich nach mehreren Anfragen den Menschen geholfen ihre Wälder wieder aufzuräumen.

Forstunternemer waren gefragt und ich interesierte mich für bezahlbare Seiltechnik um mein Brennholzgeschäft weiter auszubauen.

Fündig wurde ich bei der Thurn und Taxis Waldpflege GmbH (TTW),wo ein zehn Jahre alter Komatsu-Bagger mit aufgebauten Seilkran und drei Winden  zum Verkauf stand.Erst vor Ort in Süddeutschland erfuhr ich,das es sich um einen Original-Yarder aus Kanada handelte.

Ich hatte schon ein wenig Bauchweh,hatte mich aber entschieden diesen Seilkran zu kaufen,die niemand haben wollte.

Heute,nach eineinhalb Jahren sind die Bauchschmerzen verschwunden und bin froh das ich diese Entscheidung getroffen habe.Mein Vertrauen in die kanadische Forsttechnik war der Beginn einer Karriere als Forstunternemer. Mittlerweile beschäftige ich fünf Mitarbeiter.

Ob es sich um 50 Festmeter Käferholz oder um eine Durchforstung in einer Größenordnung von 500 Festmeter handelt,geht meine Kalkulation mit dem Yarder eigentlich immer auf. Wenn der Tieflader die Maschine am einsatzort anliefert,vergehen gerade einmal 1,5 Stunden bis der erste Baum am Tragseil heraufgezogen wird. Der Wechsel von einer Gasse in die nächste dauert um die 20 Minuten. Die Forst und Maschinenwege sind hier häufig sehr schmal,manchmal kaum breiter als der Bagger selbst. Die kanadische Maschine ist an solche Situationen sehr gut angepasst.

Die Holzbringung mit dem Yarder kommt bei den Waldbesitzern im Thüringer Wald sehr gut an. Die Technik schont den Waldboden und die Schäden an den Bäumen entlang der Seiltrasse halten sich ebenfalls in Grenzen.

Insgesamt hat sich die Technik im Thüringer Wald bewährt. Die Yarder Technologie stößt mittlerweile auch in Fachkreisen auf zunehmendes Interesse. Für steile Hänge von 150 bis 300 Meter wird der Yarder in den kommenden Jahren auch in Deutschland eine äußerst interessante Technik werden.